Ein Auftakt mit Herz: Der Mensch hinter dem Rhythmus

Shownotes

Die meisten kennen Prof. Dr. Gerhard Hindricks als Klinikdirektor, Wissenschaftler und Rhythmologen. In dieser Folge schauen wir auf den Menschen dahinter. Ein entspanntes Gespräch, das Seiten zeigt, die selbst seine langjährige Weggefährtin Julia überraschen.

Etwa der Plan B, der ihn beinahe in eine Branche geführt hätte, in der es um ganz andere Risiken geht als um Herzrhythmusstörungen. Eine Mutter, die von der Entscheidung für die Medizin nicht restlos begeistert war. Ein Studium in Italien und der Weg nach Leipzig, wo ein Zentrum entstand, auf das die Rhythmologie heute weltweit schaut. Später der Wechsel an die Charité, mit dem kaum jemand gerechnet hatte. Dazwischen: verpasste Flüge, eine andauernde Jugendliebe, Familienleben und die Frage, ob ein schneller Kopf Geschenk oder Last ist.

Ein ehrlicher und nahbarer Auftakt von "Mit Herz und Hindricks".

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00:00:01: Willkommen bei Herz und Hintricks, das Herzgespräch.

00:00:05: Der Podcast mit und von Prof.

00:00:08: Dr.

00:00:08: Gerhardt-Hintrics.

00:00:11: Ich war immer interessiert insbesondere an den Dingen die ich noch nicht kenne oder auch an Menschen die ich jetzt noch nicht kennen.

00:00:22: Und dieses Interesse war ein Stückchen was immer gesteuert von der Freude daran neues zu erleben Und man geht dann auch immer ein Stückchen weit ins Risiko und weiß nicht ganz genau, was rauskommt.

00:00:39: Aber da ist meine Grundhaltung eine wirklich zuversichtliche... ...und diese Grundeinstellungen es wird interessant und es wird gut werden!

00:00:55: Herzlich willkommen zum mit Herz- und Hintricks der Podcast.

00:00:59: Mein Name ist Julia Fürstenhoff und ich habe die Ehre dieser allererste Folge zu moderieren.

00:01:04: Gerd, unsere Veranstaltungsreihe mit Herz und Hintricks hast du selbst einmal als die nazistischste Fortbildungsveranstaltung Deutschland bezeichnet.

00:01:12: Jetzt sitzen wir hier mit einem Podcast der auch noch mit Herz & Hintrichs heißt.

00:01:16: also ich würde sagen Wir haben das Konzept konsequent weiterentwickelt Und natürlich trägt sich die Frage auf ist dass jetzt der nazistische Podcast Deutschlandsgärt?

00:01:28: gute frage Also.

00:01:29: erstmal freue ich mich dass wir dieses format gefunden haben.

00:01:33: Ich habe wirklich Spaß daran, das weiter zu entwickeln und weiter auszukleiden.

00:01:37: Wenn man so seinen eigenen Namen zum Aushängeschild für eine Veranstaltung und für ein Podcast macht dann hat er schon bisschen was Narzissches und ich hatte initial auch so einen kleinen Störgefühl damit da haben mich aber sehr schnell dran gewöhnt weil über diese Verknüpfung Mit dem eigenen Namen, also Herz und Hendricks auch das Signal rausgeht.

00:02:01: Es gibt auch viel Persönliches.

00:02:04: Das ist jetzt nicht so nur ein Gespräch über Herzgesundheit oder auch Herzkrankheit sondern es gibt auch viele so persönlich aus mir heraus mitzuteilen und zu besprechen.

00:02:17: Ja ich fand auch dass war schon bisschen Überzeugungsarbeit bei dir mit Herz und Hindricks durchzukriegen.

00:02:23: Du warst nicht so ganz begeistert von Anfang an.

00:02:27: Und wer dich kennt, der weiß ja auch dass du es gar nicht so magst die überhaupt deinen Namen in dem Vordergrund zu stellen.

00:02:33: Viel übersprichst du ja eigentlich über neue Ideen Forschung Innovation und genau deshalb soll es eben heute ausnahmsweise einmal nur um dich als Person gehen denn viele kennen ja den Professor Dr.

00:02:44: Gerd Hintricks, den Klinik Direktor Wissenschaftler, den Rhythmologen Referenten Autor und und und.

00:02:50: Du siehst die Liste ist lang.

00:02:52: Ich dagegen kenne natürlich den Gerd, den ich seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht nur als Kollegen sondern auch als Freund-Mentorweg Begleiter und Familienvater erleben durfte.

00:03:02: Und ich habe miterlebt wie aus mutigen Ideen internationale Projekte wurden, wie du Kongresse aufgebaut hast, wie Du Studien begleitet hast, unzählige Ärztinnen und Ärzte ausgebildet hast und die moderne Rhythmologie auch entscheidend mitgeprägt hast!

00:03:16: Und ich habe aber auch erlebt, dass dein Kalender grundsätzlich voller ist als der der allermeisten Menschen die wir so kennen.

00:03:23: Dass du als kreativer Kopf ständig neue Ideen entwickelst und am liebsten ziehen Projekte gleichzeitig vorantreibst Ja und dabei manchmal auch so sehr mit dem Kopf in den Themen steckst das Organisation dann eher zweitrangig wird sagen wir mal.

00:03:36: Und genau diese Mischung aus visionär wissenschaftler Ideengeber und sympathisch chaotischen Wesen macht dich ja auch ein Stück weit aus.

00:03:44: Und uns interessiert eben heute dieser Mensch, der hinter all dem steckt.

00:03:48: Lieber Gerd!

00:03:49: Wie schön dass du heute unser erster Gast in deinem eigenen Podcast bist und...

00:03:55: Ich freue mich auch wirklich drauf und bin ganz berührt von deiner Anmoderation, insbesondere der Tatsache das wir uns tatsächlich schon über zwanzig Jahre kennen.

00:04:07: Und viel, viel muss man ja auch sagen gemeinsam bewegt haben.

00:04:12: Da fange ich mal an mit einem Stückchen von mir.

00:04:15: Man bewegt nie allein sondern man bewegt immer gemeinsam.

00:04:22: Beides, die Freude und der Erfolg in der Veränderung.

00:04:25: Der wird eigentlich über das Gemeinsame schaffen viel größer und viel effektiver.

00:04:31: Das ist eigentlich immer.

00:04:32: mein Ansatz war einerseits natürlich meine intrinsische Neugier und meinen Streben nach Veränderungen und Verbesserung ein Stückchen mitzunehmen und aufzugreifen, dass dann aber auch sehr intensiv mit anderen zu teilen um aus Idee dann ein Gruppenerlebnis zu machen.

00:04:55: Ja, ich glaube auch den Satz, den ich am meisten von dir gehört habe war Ich hab eine Idee.

00:05:01: Woher kommt denn dein sage ich mal unbändiger Trang immer wieder neue Ideen zu entwickeln?

00:05:06: Das ist was so meine Persönlichkeiten Stückchen weit ausmacht und das geht weit über die mein berufendem Medizin hinaus.

00:05:15: Ich war immer interessiert insbesondere an den Dingen, noch nicht kenne oder auch an Menschen, die ich noch nicht kanne.

00:05:26: Und dieses Interesse war ein Stückchen weit immer gesteuert von der Freude daran neues zu erleben und man geht dann auch immer ein Stück hinweiten ins Risiko und weiß nicht ganz genau was rauskommt.

00:05:43: aber da ist meine Grundhaltung eine wirklich zuversichtliche.

00:05:48: Und diese Grundeinstellung, es wird interessant und es wird gut werden.

00:05:55: Das war fast immer auch richtig!

00:05:58: Wenn dich jemand im Urlaub fragen würde was du beruflich machst?

00:06:01: Was antwortest du eigentlich?

00:06:03: Weil du hast ja nicht nur die eine Rolle und es gibt hier einige bei dir.

00:06:08: Also wenn die Frage auf mein Beruf abzielt, dann ist meine Standardantwortliche Arbeit im Gesundheitswesen.

00:06:14: Und damit kann man es dann auch schnell abmoderieren, weil man keine große Lust hat sich vielleicht mit der Person oder insgesamt zu diesen Inhalten auszutauschen.

00:06:24: und wenn ich so den Eindruck habe dass das eine Frage ist, die etwas tiefer geht und ich das auch gerne zulassen will in dem Moment dann kleide ich das noch so ein bisschen aus.

00:06:35: Dann sage ich also, ich bin Arzt und arbeite im Bereich der Herzgesundheit beschäftige mich mit Herzgesuntheit und Herzkrankheit.

00:06:43: Du sagst also nicht?

00:06:44: Ich bin Arz.

00:06:46: Spannend!

00:06:48: Das sage ich relativ selten weil das ja das ist eine interessante Frage.

00:06:52: weshalb ich das nicht mache?

00:06:55: wahrscheinlich weil ich mich nicht sofort dieser einen Gruppe zugeordnet sehen will dass Tatsächlich nie wirklich darüber nachgedacht, aber dass das entspricht wirklich meinem Kommunikationsstil.

00:07:10: Wenn ich gefragt werde, sage ich, ich arbeite im Gesundheitswesen und beschäftige mich mit Herzgesundheit, sage auch häufiger als mit Herzkrankheit.

00:07:19: Das zeigt ja auch so dein positives Wesen.

00:07:22: also im Grunde gut.

00:07:24: Und gab es einen Plan B zur Medizin zum Gesundheitswesen für dich?

00:07:28: Naja, es gab bei mir eigentlich nie den Plan A im Gesundheitswesen oder in der Medizin rauszukommen.

00:07:38: Das Ganze ist ja in Anteilen auch so gewisse Entscheidungen und Zufällen im Leben geschuldet, ich war kein guter Schüler.

00:07:50: Ich bin aber gerne zur Schule gegangen.

00:07:52: Schule hat mir wirklich Spaß gemacht, aber ich war wirklich kein gutter Schüler Und hab dann so mit Ach und Krach mein Abitur gemacht, wusste nach dem Abiturs auch gar nicht genau was ich machen wollte.

00:08:06: Erinnere mich an viele tränenreiche Diskussionen mit meiner Mutter.

00:08:11: die waren vonseiten meiner Muttertränen reichte gesagt haben Junge aus dir wird nichts du musst doch irgendwas lernen.

00:08:17: Ich habe gesagt ich weiß nicht was ich mache soll und da mache ich erst mal nix beziehungsweise beschäftige mich mit ganz anderen Dingen.

00:08:24: und meine Mutter hat dann irgendwann zu mir gesagt, Mensch, dann werd doch wenigstens Lehrer.

00:08:30: Und da hab ich gesagt, nee nicht mal das!

00:08:33: Und habe ja nach meinem Abitur so zwei drei Jahre viel gejobbt, hab viel im Bereich Betriebsschlosser gearbeitet, viel Montage gearbeitet einmal um Geld zu verdienen aber auch so um die Erfahrungen mitzunehmen.

00:08:47: Das war eine intensive und lehrreiche Zeit für mich, weil sie mir die Möglichkeit gegeben hat, mich intensiv mit Menschen zu beschäftigen.

00:08:57: Und diese auch in Wertschätzung kennenzulernen, die in ganz anderen Bereichen und Strukturen aufgestellt waren als ich das aus meiner Familie und zur Gymnasium-Abitur heraus war.

00:09:13: Dann bin ich eigentlich mehr zufällig gekommen dann bei meinem Bruder in Münster eingezogen bin und zu Hause lief sich mehr ganz rund.

00:09:24: Mit meiner Mutter, die immer größere Probleme damit hatte, dass ich mir nicht entscheiden konnte was ich denn nun werden wollte.

00:09:31: Dann habe mich nach Münster gegangen zu meinen Bruder und hab gesagt mit Ritschi, ich brauche einen Job.

00:09:36: Und da Ritschik gesagt hat man aufgeh mal an die Uniklinik, die suchen Menschen im Patiententransport.

00:09:42: Und dann bin ich dahin gegangen und habe mir diesen Job besorgt im Patienten-Transport Und bin da dann wirklich kleben geblieben?

00:09:50: Hab dann auf so einer Station als Hilfspfleger gearbeitet.

00:09:54: Das hat mir wirklich Freude gemacht, also ich hab dann relativ schnell gemerkt, dass das Umfeld Krankenhaus und Gesundheit mir Freude machen kann.

00:10:05: Bin da Kleben geplieben und habe das für etwa zwei Jahre gemacht Hab mich dann auch so mit dem Gedanken beschäftigt, Mensch vielleicht sollte ich doch Medizin studieren oder in die Pflege gehen.

00:10:17: Beides war eine Zeit lang gleichwertig aufgestellt und dann habe ich mich aber doch entschlossen Medizin zu studieren und musste mich mit den Problemen auseinandersetzen.

00:10:30: wie kriegt man mit einem schlechten Abitur einen guten Medizinstudiumplatz?

00:10:37: Da ist mir auch so meine intrinsische Neugierde und auch so eine Beweglichkeit entgegengekommen.

00:10:43: Und das auf dem traditionellen Weg über Numerus Claus.

00:10:48: Wartzeit war da nichts zu machen, das war relativ schnell besprochen.

00:10:52: dann habe ich mich um Studienmöglichkeiten im Ausland gekümmert und da habe am Ende um es ein bisschen abzukürzen meinen ersten Studienplatz in Perugia Italien bekommen.

00:11:04: Ich bin damals nach Dortmund zum Konsulat gefahren und habe mich da erkundigt, Studienplätze in Italien.

00:11:09: Bin mit der Mitarbeiterin da sehr gut zurechtgekommen die mir dann gesagt hat wie ich die mit der größten Wahrscheinlichkeit einen Studienplatz in Italium bekommen kann und so der Kern-Tipp war.

00:11:22: also wir bewerb dich nicht in Rom, Florenz und Mainland sondern guck auf die kleinen Städte.

00:11:29: Da gibt es wenig Bewerber auch wenig Studienplätze, aber das Verhältnis ist gut.

00:11:33: Und dann habe ich mich im Perruder beworben und bin da tatsächlich auch in Perruda gewesen und hab mich da eingeschrieben.

00:11:42: Das ist ja spannend!

00:11:42: Es wusste ich tatsächlich so nicht.

00:11:43: war deine Mutter denn glücklich über deine Entscheidung?

00:11:49: Ich glaube ja weil sie sagte Menschen Studium Italie ist immer noch besser als nix.

00:11:59: Für mich war aber klar, dass ich auch nicht in Italien bleiben wollte.

00:12:02: Und ich habe so öfter schon mal drüber nachgedacht wie mein Leben gelaufen wäre wenn ich in Italienne geblieben wäre.

00:12:08: Aber ich konnte mich in Italieneinschreiben und hab darüber dann einen Studienplatz in Deutschland bekommen und letztlich in Münster-Westfalen sehr heimatnah studiert.

00:12:23: Und warum hast du dich denn letztendlich entschieden dafür, Arzt zu werden?

00:12:27: Also was waren deine ganz persönlichen Beweggründe.

00:12:31: Ich glaube der wirklich treibende Kraft war die Suche nach einer wirklich sehr engen Beziehung zum Menschen in dem Fall überwinkt kranken Menschen.

00:12:48: das hat mich komplett erreicht und Ja, auch ein Stückchen weit ausgefüllt und auch fasziniert.

00:12:57: die Möglichkeiten in schwierigen Lebenssituationen.

00:13:02: Beistand, Hilfe manchmal sogar Heilung vermitteln und begleiten zu können fand ich ja wirklich berauschend und habe mich dem dann auch entschlossen Und gerne zugewandt.

00:13:19: Hab auch nie Zweifel gehabt, ich bin ja mittlerweile fast nicht vierzig Jahre in der Medizin, hab nie so eine Phase gehabt.

00:13:28: Mensch wärst du doch Versicherungsmarktler geworden oder wer wärst Du doch zur Bank gegangen?

00:13:35: Das war für mich schon die richtige Entscheidung.

00:13:38: Also Versicherungsmarkler, also du hättest bestimmt viele Versicherungen abgeschlossen.

00:13:42: Da bin ich ganz sicher!

00:13:44: Was ist es denn was dich immer noch genau so wie vor dreißig Jahren an dem Beruf begeistert?

00:13:50: Das ist nach wie vor die Nähe zum Menschen sowohl im Bereich der Kolleginnen und Kollegen über alle Berufsgruppen hinweg als auch zu den Patienten gesundheitliche Probleme erkennen, genau analysieren und bestmöglich verbessern oder beheben zu können.

00:14:19: Und dann gibt es natürlich unzählige medizinische Fachrichtungen und du hast dich dann irgendwann für die Kathologie entschieden bzw.

00:14:26: Die Kathologie hat einen Herzauber.

00:14:29: Wie kam's dazu?

00:14:30: Auch das war wieder dem Zufall geschuldet.

00:14:32: Ich habe dann in Münster-Westfalen studiert, war chronisch pleite und konnte weil ich ja vor meinem Studium schon lange in der Pflege gearbeitet hatte parallel immer auf den Intensivstationen Nachtschichten schrubben.

00:14:50: Das hat mir Spaß gemacht also ich hab das gerne getan.

00:14:56: Ja, gut Kohle eingebracht.

00:14:58: Das passt einfach sehr, sehr gut.

00:15:00: und in einem dieser Nachtdienste habe ich mit einem Kardiologen gesprochen der mir von seiner Wissenschaft rund um Herzrhythmusstörung berichtet und erzählt hat und das hat meine so mein Interesse.

00:15:19: Das war eine sehr, sehr vitale und nette Arbeitsgruppe die der aufgebaut hatte.

00:15:27: Und mit denen habe ich mich dann vernetzt und hab darüber den Zugang zur Kardiologie, Kardiovaskulärenmedizin und zu den Rhythmostörungen gefunden, sodass ich meine Doktor-, aber auch meine Promotionsarbeit damals schon zur Rhythmonstörung geschrieben habe.

00:15:44: Siehst du?

00:15:45: Du wusstest es schon immer!

00:15:46: Da geht's lang!

00:15:47: Wenn du sagst, hat es Rhythmusstörungen.

00:15:49: Es war ja dann irgendwie schon ein Weg.

00:15:50: Weißen Doktorarbeit ... Wann hast Du die gemacht?

00:15:54: Wann war das?

00:15:56: Wir sind jetzt also so Mitte der Achtziger irgendwann.

00:16:00: Und da warst du wo?

00:16:02: Also du warst da nicht mehr in Italien zuzeiten?

00:16:04: Nein, die Italien-Episode war eine ganz kurze.

00:16:08: Da habe ich mich eingeschrieben und den Strömplatz abgeschrubbt.

00:16:11: Ich habe ja nicht mal vernünftig italienisch gelernt.

00:16:14: Das brauchte man damals auch nicht, sondern man musste im Grunde... das ist auch noch ne interessante Geschichte!

00:16:20: Für die Zulassung zum Studium musste man nur ein italienisches Gedicht aufsagen.

00:16:24: Das war die Sprachprüfung, doch!

00:16:28: Ich habe zu einem Frühstück una-kularationen gesagt und der Kollege in dem Büro in Puerto hat gesagt Prima Prima hat mir meine Einschreibunterlagen gegeben.

00:16:42: Damit war ich eingeschrieben und bin dann aber relativ schnell wieder rausgegangen aus Italien, weil meine damalige Freundin und Lebenspartnerinnen eben nicht nach Italien kommen wollte.

00:16:54: Und ich ein Stückchen weiter lieber zurück wollte.

00:16:58: Ob das eine gute Entscheidung war?

00:17:01: Wie hätte das Leben anders laufen können, habe ich mich gelegentlich mal gefragt.

00:17:05: Also ich kann mir das auch vorstellen in Italien du bei einem guten Apparot in der Sonne mit Blick.

00:17:14: Perugia ist eine wunderschöne Stadt an der Südgrenze der Toscana, noch nicht statt der Mode und des Leders.

00:17:23: Das hätte ich mir auch gut vorstellen können aber es ist dann eben anders gelaufen.

00:17:28: also zurück nach Münster über den Nachtdienst in der Uni-Klinik zur Doktorarbeit darüber dann karibaskuläre Medizin darüber die Rhythmostörungen

00:17:41: Und dann bist du irgendwann in Leipzig gelandet.

00:17:43: Wie kam es?

00:17:44: Ich erzähle noch ein bisschen aus Münster, weil diese Arbeitsgruppe mit der ich zusammenarbeiten durfte mich sehr geprägt hat mir den Zugang zur wissenschaftlichen akademischen Medizin möglich gemacht habe und ich wirklich über viele Jahre sehr intensiv in dieser Arbeitsgruppen mitgearbeitet habe und auch mitarbeiten durfte.

00:18:10: Und ich würde sagen Mitte der Achtziger, Fünmenachzig, Sechsenachzig gab es diesen einen Tag an dem erstmalig von der Ablationsbehandlung von Rhythmostörungen berichtet wurde.

00:18:29: Das war nur so eine kleine Randnotiz und da habe ich gedacht, Mensch das ist aber interessant dass man Dinge die man ansonsten nur mit Medikamenten behandeln kann jetzt plötzlich mit Katheterintervention behandeln können.

00:18:42: Da ist mir dann meine beides, meine intrinsische Neugierde so mensch das muss ich mir mal genauer angucken Und auch mein Bauchgefühl, da passiert etwas was alles verändern kann in der Rhythmologie so ein Stückchen weiter entgegen gekommen.

00:19:00: Dann habe ich mich darum gekümmert und hab sehr, sehr schnell das sichere Gefühl entwickelt hier passiert was wirklich im erheblichen Ausmaß Veränderndes in der cardiovascularen Medizin und hat mich dann ganz intensiv um die Applationstherapien gekümpft.

00:19:22: in einer Phase, viele, fast alle anderen noch überhaupt gar kein Thema war und war dann wieder das mehr meine Umtriebigkeit auch wieder.

00:19:33: zu Gute gekommen.

00:19:35: Ich habe dann die Hersteller von den Applationsgeneratoren einfacher angerufen, teilweise sogar privat abends wenn ich die Namen rausgekriegt hab die angerufen habt denen gesagt wer ich bin und dass sie mich gerne damit beschäftigen würde.

00:19:46: und das war damals so, dass die überwiegende Anzahl meiner Gesprächspartner einfach gesagt hat passen wir mal auf!

00:19:52: Wir schicken ihnen das Zeug mal zu.

00:19:54: da gab es keine Verträge Abmachung, da gab's auch kein Intellectual Property sondern das kam mit der Boss drei Tage später ausprobieren.

00:20:02: Darüber habe ich mir dann, weil ich mich in diesem Segment früh damit beschäftigt, intensiv damit beschäftige auch besser auskannte als andere so auf nationaler Ebene und später auch international relativ früh gepunktet.

00:20:19: also die wussten schon der Gerd mit dem Applationszeug kennt er sich aus Dadurch eben auch Sichtbarkeit erfahren.

00:20:31: Ich war insgesamt zehn Jahre an der Uniklinik in Münster, die bekam dann als ich mit dem Studium fertig war, mit Günther Breithardt einen neuen Kliniktirektor.

00:20:41: das Innenverhältnis zwischen Breithart und mir war nicht immer tiefenentspannt.

00:20:47: Das heißt also wir hatten auch so unsere Reibungspunkte.

00:20:51: Und wenn ich so auf diese zehn Jahre in Münster zurückblicke, dann würde ich sagen, ich hatte sechs richtig gute Jahre.

00:20:58: Teilweise herausragende Jahre.

00:21:00: Das waren die Jahre, in denen die Appellationstherapie so in die Klinik reingekommen ist und wir Schritt für Schritt ... beobachten, erleben erfahren und auch feiern konnten wie gut das geklappt hat.

00:21:17: Das waren unfassbare Erlebnisse in der Etablierung dieser Therapie.

00:21:23: Dann hatten wir zwei Jahre.

00:21:25: die waren so durchwachsen wäre vielleicht auch ein guter Zeitpunkt sich zu trennen.

00:21:33: Und dann jetzt der Blick in mein Privatleben, wir hatten gerade im Münster so eine Scheibchenvilla gebaut und reinen Endhaus und hatten damals vier kleine Kinder meine Frau Martina und ich und waren im Grunde nicht darauf eingestellt die Koffer zu packen und irgendwo anders hinzugehen.

00:21:54: aber irgendwie Klappte es an der Uni-Klinik in Münster nicht mehr und ich habe dann irgendwann einfach gekündigt.

00:22:03: Ich weiß das noch, ich bin nach Hause gefahren da in die Scheibe.

00:22:07: hier will er und hab zu Martina gesagt pass auf setz dich mal hin hol dir ein Bier.

00:22:11: und dann haben wir uns hingesetzt und haben gesagt bis auf ist folgendes passiert ich habe ja erst einmal gekündigst.

00:22:16: ich will das nicht mehr.

00:22:18: Ja was willst du jetzt machen?

00:22:20: Dann hab ich gesagt weiß ich auch nicht genau aber irgendwie wird's schon weiter gehen.

00:22:24: Sagt sie, ja pass mal auf mein Freund.

00:22:26: Wir haben gebaut und wir haben hier vier Kinder.

00:22:28: da muss jetzt schon irgendwas passieren.

00:22:30: ich habe gesagt no worries Es wird es wird gut werden.

00:22:33: Ich weiß dass es gut werden wird.

00:22:36: Und dann kam Leipzig.

00:22:38: also ich hab dann geguckt wo könnte ich hingehen, da war Hannover eine Option.

00:22:43: Also es musste schon eine Uniklinik sein.

00:22:46: Hannover-Typingen war eine Option.

00:22:49: Hamburg habe ich mich auch mal so ein bisschen verdrahtet und dann war's wieder so dass der Zufall im Grunde den Weg bereitet hat.

00:22:58: Ich habe mich aus ganz ganz anderen Gründen Und fast zufällig mit einem Kollegen getroffen Mit dem ich lange in Münster zusammengearbeitet hab.

00:23:08: Axel Ramell ist jetzt Chef der DSO, der Organisation für Organspende.

00:23:17: Und der war nach Leipzig gegangen und ich habe dann so gefragt, Mensch Axel wie geht es dir denn in Leipzig?

00:23:22: Er sagte ja das ist einfach super!

00:23:23: Die Stadt ist toll alles ist im Aufbruch des Herzzentrum Wetter neu gebaut da sind einfach tolle Menschen Da wird die Zukunft der kardivaskulären Medizin geschärft und entstehen.

00:23:37: Guck dir das noch mal an.

00:23:38: Da bin ich wieder nach Hause und sag zu Martina, du... Ich guck mir meine Leipzig an und da hat Martina gesagt wir gehen nicht in den Osten so schlecht geht es uns nicht.

00:23:51: Da habe ich gesagt natürlich nicht.

00:23:53: Und bin dann nach Leipzig gefahren irgendwie sechs Wochen später mir das Herzzentrum angesehen, was damals gerade neu gebaut war vor den Toren Leipzig und es war schon beeindruckend.

00:24:10: Ich glaube, dass damals größte Herzzentrum Deutschlands oder Europas.

00:24:14: Und habe dann bei dem Besuch einen Menschen kennengelernt, der als ein der größten Seelenfänger die mir jemals begegnet sind absortiert hat.

00:24:27: Das war Friedrich Wilhelm Moor.

00:24:29: Friedrich Wilhelm Moor war der Chef der Herzchirurgie und der ärztliche Direktor des Herzzentrums Leipzig.

00:24:36: Und ich hatte mich erst so mit den Kardäologen ein bisschen beschäftigt, und war unsicher ob das für mich eine gute Entscheidung für Leipzig werden konnte.

00:24:48: Ich war schon fast wieder raus aus dem Herzzentrum.

00:24:51: Da sprach Moor mich an – er wusste zu Besuch in Leipzig bin und sagt, komm mal her.

00:24:58: Du bist doch der Rhythmus Typ aus Münster.

00:25:04: Dann hab ich mich mit morgetroffen und das war total faszinierender großartiger Mediziner herausragender Mensch, der mich sofort beimpft hat mit dieser Idee.

00:25:17: hier entsteht etwas besonderes und du würdest gut reinpassen.

00:25:24: dass ich nach einer Stunde, anderthalb Stunden ... Ja.

00:25:27: Also das dobes Wort sagst du trotzdem angefix war von der Idee, da nach Leipzig zu gehen und bin dann wieder nach Hause nach Münzer gefahren.

00:25:38: Da hat meine Frau Martina auch sofort gesagt, pass mal auf!

00:25:43: Wir müssen das tun.

00:25:44: Da entsteht etwas ganz, ganz Besonderes.

00:25:46: Leipzig ist eine tolle Stadt und wir werden da schon gut

00:25:50: zurechtkommen.".

00:25:52: Und er hat sich Martina gefreut?

00:25:54: Nicht?

00:25:56: Nein, überhaupt nicht.

00:25:58: Das blanke Entsetzen bereitete sich in meiner Familie aus.

00:26:03: Unsere Kinder waren damals zwischen vier und vierzehn, dreizehnt, vierzehnte, alle in Münster geboren und es gibt ja nichts was behüteter ist als Münster Westfalen.

00:26:21: Gerade für Familien ein tolles Umfeld dazu leben und so in den gutbürgerlichen Aufstellungen in Münster zu Hause zu sein.

00:26:34: Und jetzt sollte es also abgehen, in den rauen Osten.

00:26:40: Das war immer das Thema.

00:26:41: Gehen wir jetzt nach Dunkeldeutschland.

00:26:43: Für dich war's ja eigentlich sehr hell im Herzzentrum?

00:26:47: Ja klar.

00:26:48: Welche Erinnerungen an Leipzig zaubern dir denn sofort ein, lächeln ins Gesicht?

00:26:53: Also Leipzig nicht als Stadt sondern schon im Herzzentrum.

00:26:56: was sagst du da?

00:26:59: Die herausragenden Menschen mit denen ich zusammenarbeiten konnte also der Gravitationskern des Herzzentrums war über Jahrzehnte Fridich-Velemore die Herzdierung mit dem ich dann eine enge Freundschaft und herausragende Kollegialität erleben durfte, aber auch die vielen anderen besonderen Personen und Persönlichkeiten.

00:27:23: Leipzig war am Herzzentrum ein Ort in dem sich ungewöhnliche Menschen getroffen haben.

00:27:29: Das steht auch ein Stückchen weit für Diese Aufstellung.

00:27:35: in Leipzig ist ein privater, privat geführtes Universitätsklinikum erstmalig in Deutschland.

00:27:42: Deshalb schon so eine Außenseiterposition.

00:27:47: Da haben sich Menschen getroffen, die das Ungewöhnliche eher gesucht haben als den ganz gerade gewöhnlichen Weg an normalen universitären Häusern.

00:28:00: und diese Mischung der Menschen sich da zusammengefunden haben, die war einzigartig damals.

00:28:09: Und wenn ich jetzt mal so zurückblicke und gucke was aus den Menschen geworden ist... Da waren so viele herausragende Mediziner in Kardilogie Kinderkardilogie Herzchirurgie Die alle großartige Karrieren gemacht haben Dann zeigt das was für eine ungeheure Entwicklungskraft und was für einen ungeheuren Spirit das Herzzentrum Leipzig hatte und heute noch hat.

00:28:37: Und du bist ja in deinen ersten Jahren auch nicht alleine gewesen, damit meine ich nicht deine Frau sondern du bist hier im Zweiherteam gekommen?

00:28:44: Nach Leipzig!

00:28:46: Ja zusammen mit meinem Alltime-Friend Hans Kottkamp.

00:28:51: Hans und ich hatten uns in Münster eben im Studium kennengelernt haben gemeinsam dann auch in dieser eben schon vorgestellten Arbeitsgruppe Unsere Promotionsarbeiten, Doktorarbeiten gemacht und uns darüber, weil wir auch ähnliche Interessen hatten.

00:29:09: Und von unseren Eigenheiten und Eigenschaften synergistisch zunandepasten haben uns dann ganz eng miteinander verbunden und waren privat und beruflich für eine lange Zeit untrennbar.

00:29:25: und Hans und ich, wir sind zusammen nach Leipzig gegangen.

00:29:29: Weil für uns beide auch ein Stückchen weit galt dass die Zeit in Münster ein Stück weit abgelaufen war.

00:29:37: Ich wollte weg, Hans wollte weg.

00:29:38: Wir wollten was zusammen machen!

00:29:40: Wir hatten uns auch ganz andere Entwicklungsmodelle zusammen angesehen Und haben uns dann gemeinsam für Leipziger entschieden.

00:29:50: nochmal wieder der Blick auf Moor.

00:29:52: Der hat sofort gesagt, zwei sind besser als einer.

00:29:56: wir stellen die beide ein und so sind Kotti und ich Hans Gottkamp und Ich glaube am ersten vierten Achtundneunzig am Herztzentrum Leipzig aufgeschlagen.

00:30:09: Wir haben sieben Neunzig unsere Verträge unterschrieben und Achtundenneunzig sind wir angetreten im Herztentrum Leibzig und haben gemeinsam dann so zehn wirklich herausragende Jahre zusammen gehabt.

00:30:23: Und dann hat Hans sicher entschieden, noch mal einen Schritt weiter zu gehen und ist von Leipzig aus weitergezogen in die Schweiz unter Direktor der gesamten Rhythmologie an den Hirslanden-Kliniken in der Schweiz geworden – in Zürich.

00:30:37: Herzzentrum Hirs Landen!

00:30:39: Du bist ja geblieben in Leipzig?

00:30:41: Also zum Glück für uns alle, die wir da waren zu der Zeit schon Wir hatten ja eine sehr, sehr gute und sehr aufregende Zeit.

00:30:49: Und auch arbeitsintensive Zeit.

00:30:51: Ich kann mich auch manchmal erinnern... Da war Hans noch da wenn ihr sehr lange Abend da hatte dass ich ins Büro kam und so einen kleinen Zigarettengeruch... ...gerochen habe!

00:31:04: Und dann wusste ich immer ah das war ein langer Abend bei Hans und Gerb?

00:31:08: Ja wir waren mit allem was wir getan haben nicht immer klug Und nicht immer, nicht immer brav.

00:31:16: Also wir sind das war aus in Münsteraner Zeiten schon so nach langen Tagen und Abenden in der Klinik überwiegend dann nochmal in die Läze.

00:31:29: Das war so ein Studentenklub in Münzer gefahren und haben da so ein bisschen abgespannt entspannt und haben das dann in Leipzig auch fortgesetzt hier und dahin und wieder.

00:31:43: Und hättest du gedacht, dass Leipzig einmal dann weltweit so bedeutend für die Rhythmologie sein wird?

00:31:49: Dass du das aufbaust was da passiert ist.

00:31:51: Also was ihr dann gemeinsam und dann ja auch einen langen Zeitraum noch alleine dort etablieren konntest.

00:31:58: Also du alleine im Team.

00:31:59: Du weißt wie es meine aber ohne

00:32:02: Hans dann.

00:32:04: nicht wirklich der Plan.

00:32:07: Wir sind nicht angetreten mit dem Zielbild, wir bauen jetzt die größte Rhythmologie Europas sondern die war Folge eines Entwicklungswegs.

00:32:19: und der Entwicklungsweg den Hans und ich gemeinsam gegangen sind, war geprägt von nochmal wieder Neugierde, Innovations- kalkulierte Risikofreude und dem ständigen Suchen nach Verbesserung.

00:32:39: Wir haben immer geguckt, was können wir noch besser als gestern machen?

00:32:44: Und selber und das, was wir getan haben, immer wieder in Fragen gestellt und dadurch so einen kontinuierlichen Innovations- und Verbesserungszyklus induziert.

00:32:56: dazu kam natürlich auch der Umstand dass die die Katheter-basierte Behandlung von Herzrhythmostörungen, die Katheta-Ablation in den Jahren ein Siegeszug der kardivaskulären Medizin hingelegt hat.

00:33:15: Die Ablationsbehandlung hat dem Kardiologen-Internisten die Möglichkeit gegeben, kurativ behandeln zu können was den Chirurgen sonst nur vorbehalten war.

00:33:25: und So im Gesamtpaket, also die gesamte Entwicklung der Rhythmologie war eine dynamische auf Erfolg ausgerichtete plus den unseren individuellen Beiträgen und unser Entwicklungsfantasie.

00:33:45: Und auch unsere zielorientierten klaren Aufstellung hat dann dazu geführt dass das Ding immer weiter gewachsen ist größer geworden ist Ja, am Ende so die größte und auch eine der besten Rhythmologien in Europa war.

00:34:03: Das waren schon herausragender Weg!

00:34:06: Und du bist ja auch einer wirklich der Belastbarsten wenn überhaupt der belastbarste Mensch für mich den ich kenne.

00:34:12: das ist schon krass was du so an Power hast.

00:34:15: Auch jetzt immer noch.

00:34:17: Ist aber dein schneller Kopf eher Geschenk oder eher Belastung?

00:34:20: Was sagst Du also?

00:34:22: deinen Kopf ist ja extrem schnell.

00:34:25: Du denkst auch immer, alle in deinem Umfeld sind so schnell.

00:34:28: Aber das ist nicht so kann ich sagen?

00:34:32: Ja, das ein großartiges Geschenk weil es einfach eine Dynamik in der Entwicklung und dass es ja nicht nur in der beruflichen Aufstellung so sein vielen anderen Feldern auch möglich macht die ich immer sehr sehr wertgeschätzt und genossen habe.

00:34:52: natürlich führt das dazu dass man aufpassen muss, nicht in eine zu intensive Getriebenheit zu verfallen.

00:35:04: Man muss sich selber gelegentlich auch mit Beratern an der Seite ein Stückchen weit zurücknehmen können und diese Dynamik so ein bisschen zügeln.

00:35:16: Aber Bottom Line ist das es ein großartiges Geschenk.

00:35:20: Und ich mal ganz ehrlich wie viele Flüge ... Im Zeitraum Leipzig hast du eigentlich verpasst.

00:35:28: Ich bin ja sehr, sehr viel geflogen.

00:35:30: Genau!

00:35:30: Das weiß ich.

00:35:32: Meine E-Mail Adresse war ja Gert of Achse at gmail.com und das war Programm.

00:35:43: intensiv unterwegs und ich habe in meinem ganzen Leben nur zwei Flüge verpasst.

00:35:49: Der eine war, es sind mal Flügel abgesagt, verspätet ist ja ganz egal das ist ja fremdgesteuert aber so selber.

00:35:57: Einen zusammen mit meiner ältesten Tochter da waren die so vierzehn, da war ich hier in London und hab's mit der Uhr einfach verpeilt weil das eine andere... Da gibt sie den Zeitverschiebungen eine Stunde Und war dann zu spät am Flughafen, hab den Flughaven verpasst und dann über Jahre fast Jahrzehnte überhaupt nichts mehr.

00:36:17: Ich war immer auf dem letzten Drücker da aber es hat immer gepasst abgesehen von einem Flug, den ich mal mit meiner Mutter und meiner Tochter von Malle aus zurück nach Leipzig antreten wollte.

00:36:32: Da war ich so träge und so lahm und bin dann stehen geblieben.

00:36:38: Passiert ne?

00:36:41: Und dann kam ja das, womit eigentlich kaum jemand gerechnet hatte zu diesem Zeitpunkt.

00:36:47: Du wolltest Leipzig verlassen und in die Charité wechseln?

00:36:50: Das hatte für uns alle also auch mich eingeschlossen so ein paar Konsequenzen.

00:36:56: Was hat dich dazu bewegt und was ist jetzt einer Charité auch anders für Dich als eine Leipzig?

00:37:03: Mir war eigentlich der Projektion meiner persönlichen Entwicklungslinien Klar, dass ich mit Mitte Ende Fünfzig so um diesen Dreh mich noch mal intensiv mit Veränderungen beschäftigen werde.

00:37:21: Und du weißt ja auch das ich mich über die vielen, vielen Jahre immer wieder hab extern beraten lassen, coaching lassen, um einerseits die gerade schon angesprochene Rastlosigkeit ein bisschen unter Kontrolle zu kriegen und dieses Getriebene... besser steuern zu können, aber auch um mich strukturiert begleitet mit Zukunftsthemen auseinandersetzen.

00:37:48: Und da war in der Zeit eines der Zukunftstheben eben die Frage ob es nicht wirklich lebensbereichernd, erfahrungsbereicherend sein kann nochmal mit sechzig ein Schritt in eine andere Erlebniswelt zu tun.

00:38:07: Und es gab zwei Entwicklungsmöglichkeiten entweder in die Industrie zu gehen, also zu einem großen Konzern in der Medizin und da Verantwortung im Bereich Forschung und Entwicklung zu übernehmen oder eben nochmal an einer anderen Ort Entwicklung in der medizin mitgestalten zu können.

00:38:32: Da ergab sich die zeitliche Parallelität zur zu den Entwicklungen hier am Deutschen Herzzentrum der Charité über die Fusion des deutschen Herzzentrums Berlin mit der kardivaskulären Medizin der Charität und der damit verknüpften Entscheidung ein großes neues Herzzentrum für Berlin zu bauen.

00:38:59: So, dann sind es immer auch wieder Kontakte und Einzelpersonen, die da eine Rolle spielen können.

00:39:06: ich habe Volkmar Falk, einem der frühen Kollegen aus dem Herzzentrum Leipzig.

00:39:14: Der als Herzchirurg begleitet von Friedrich Moor eine herausragende Karriere über Zürich nach Berlin gemacht hat und die Herzchirogie am deutschen Herzen an der Charité bis heute leitet den Hinweis bekommen, in Berlin passiert Spannendes.

00:39:33: hast du nicht Lust dich an dieser spannenden Entwicklung zu beteiligen.

00:39:38: Ich habe mich gemeinsam mit meiner Familie dann intensiv damit auseinandergesetzt ob das Sinn macht und wie man die Gewinn- und Verlustrechnung einer solchen Entwicklung aufmachen muss.

00:39:54: was extrem gereizt hat, ist nochmal wieder die Veränderung und die Möglichkeit an ungewöhnlichen Entwicklungen teil zu haben.

00:40:04: Herzzentrum Leipzig war im Aufbau auch eine ungewönliche Entwicklung.

00:40:07: Neubau des Deutschen Herzzentraums der Charité in Berlin nach dem Merger waren eine ungewöhnliche Entwicklung Und der Reiz dieser das neuen war dann tatsächlich so groß dass ich mich Und was er damals dabei, schweren Herzen mit großer Traurigkeit aus dem Herzzentrum Leipzig verabschiedet hat.

00:40:34: Das war ein total berührender Moment für mich als ich mich von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verabsiedet habe nach vierundzwanzig Jahren und elfen Monaten am Herzzentraum Leipzegg.

00:40:48: Ich weiß noch wie ich dann mit dem Auto vom Herzzentrem aus in die Prager Straße letztendlich zurückgefahren bin.

00:40:54: Da war fast wie in Trance.

00:40:56: Das war ein ganz komisches Gefühl, aber man muss Altes zurücklassen um neuem Raum zu geben und das habe ich dann auch gerne gemacht und bin im Jahr für den Aufbau am deutschen Herzzentrum der Charité mitzubegleiten.

00:41:21: Die Entscheidung war richtig.

00:41:23: Das war eine anstrengende Entscheidung, die Charité ist ein anstrendendes Tierchen das kann man nicht anders sagen und manchmal gucke ich auch so in die Decke und denke auch Schmerz ist ein wichtiges Gefühl.

00:41:41: aber wir sind einfach auf diesen Planeten um was zu spüren und um zu erleben dass das einzige was uns wirklich leben lässt.

00:41:52: Es war die richtige Entscheidung, hier nochmal etwas ganz Neues erleben und gestalten zu dürfen.

00:41:59: Und es war auch ein großes Privileg mit dreiundsechzig eine Führungsposition im größten akademischen Betrieb Europas annehmen zu

00:42:12: dürfen.".

00:42:14: Absolut!

00:42:14: Wie schaffst du es denn, Familie und internationales Spitzenmedizin unter einen Hut zu bringen?

00:42:21: Mal besser, mal weniger gut.

00:42:23: Das ist immer ein sehr, sehr schmaler Grad und meine Frauen, meine Familie haben einen hohen Preis dafür bezahlt dass ich diese außergewöhnliche Karriere so erfolgreich wie sie auch gewesen sein mag für mich in Anspruch genommen habe.

00:42:43: Es hat auch ein sehr egoistisches Element man das nicht nur für andere tut, sondern es tut man auch sehr für sich selber.

00:42:51: Und je mehr man sich nimmt für sich, desto weniger bleibt für andere und das ist eben auch sehr, sehr wahr wenn man an Zeiten denkt.

00:43:02: An Zeit denkt.

00:43:04: viele Entwicklungsphasen meiner Kinder habe ich nicht in der Nähe- und Intimität miterleben können wie ich das gerne erlebt hätte.

00:43:17: Viele Dinge, die ich in meiner Paarbeziehung hätte erleben können, konnte ich nicht erleben weil ich die Zeiten mit anderen Inhalten befüllt habe.

00:43:28: Das sind eigene Entscheidungen mit wesentlichen Konsequenzen für andere und Ich bin meiner Familie, meinen Kindern insbesondere meine Frau Martina zutiefst dankbar und manchmal auch dankbar dafür dass ich das tun konnte ohne dass sie mich vor die Tür gesetzt haben.

00:43:48: Sie hatten gute Gründe gehabt hin und wieder, und manchmal auch nachdenklich und gelegentlich ein bisschen beschämt deshalb.

00:43:57: Und was würdest du sagen?

00:43:59: Hat dir deine Frau und deine vier Kinder übers Leben beigebracht?

00:44:05: Ich beginne mit meiner Frau Martina und ich kennen uns seitdem wir vier sind und sind seit dem wir siebzehn sind ein paar.

00:44:12: also wir kennen uns wirklich gut.

00:44:18: Das habe ich mit Martina erlebt, dass Liebe in einer Paarbeziehung die Grundlage für einen so langen gemeinsamen Entwicklungsweg ist.

00:44:31: Vertrauen, Zuversicht und ja gemeinsame Aufstellung auch dann wenn es schwierig ist wichtig ist und wichtig und notwendig von meinen Kindern, die das Erleben des Vielfalt immer Bereicherung ist.

00:44:54: Wir haben vier Kinder, drei Mädchen und einen Sohn mit unterschiedlichsten Neigungenfähigkeiten Ausrichtung und Besonderheiten und die in ihrer Breite miterleben und wahrnehmen zu können.

00:45:09: Und auch da gilt eben dass es sehr schöne aber gelegentlich anstrengende Bereiche gibt.

00:45:16: insgesamt auch eine wichtige Entwicklungserfahrung für mich in meiner Familie.

00:45:22: Ich bin dankbar dafür, dass ich bis heute ein sehr, sehr intensives Verhältnis zu meinen Kindern und den Enkeln habe – manchmal habe ich das Gefühl wir sehen uns häufiger und gelegentlich auch intensiver als es so in deren Kindertagen manchmal der Fall war!

00:45:44: Und du sagtest ja selber, du kennst deine Frau schon seit ... Du siebzehn bist?

00:45:49: Die war auch siebzähne oder so zu der Zeit, weil ihr seid gleich alle.

00:45:53: Was ist denn euer Beziehungsgeheimnis?

00:45:55: also du hast es ja schon ein bisschen angeteasert.

00:45:58: was würdest du sagen?

00:45:59: Was ist das Geheimnis einer so langen Beziehung?

00:46:03: Ich glaube die erste Ausgangsbasis und Grundlage ist das Glück jemanden gefunden zu haben, der von seiner Gesamtpersönlichkeit gut zu einem passt.

00:46:22: Und wenn das Ganze dann auch noch so tragfähig ist dass ich das über viele viele Jahre bei allen was dann auch Alltag und Normal wird sich nicht abnutzt, dann ist es ein besonders großes Glück.

00:46:42: In unserer Beziehung war we had our ups and downs, die zum Leben einfach dazugehören.

00:46:51: So dieses Vertrauen ineinander auch dann wenn es schwierig oder gerade dann wenn's schwierig wird und man auch nicht so genau weiß wie es weitergeht nichts zu verlieren.

00:47:03: Und bereit und offen zu sein Auch innerhalb einer Paarbeziehung über Veränderungen Dinge die man vielleicht anders und besser machen kann, nachzudenken.

00:47:14: Und an sich und auch gemeinsam daran zu

00:47:18: arbeiten.".

00:47:19: Ich finde ihr hattet ja immer eine total wertschätzende Superkommunikation.

00:47:24: also egal wo du warst du hast es ja trotzdem immer gut geschafft in den Austausch zu gehen.

00:47:28: Also ich finde das zum Beispiel hat euch immer beides sehr ausgemacht die gute Kommunikation?

00:47:34: Ja wir sind zwei Menschen die auch über die vielen Jahre hinweg gerne miteinander reden Und das haben wir bis heute, da hat uns das durch das Leben getragen.

00:47:48: Auch das ist ein Geschenk und ist eben auch ein Stückchen weit.

00:47:53: Glück, dass es dann doch so gut zueinander passt.

00:48:03: Meine Mutter hat mich intensiv geprägt.

00:48:08: bis zu ihm tot ein sehr, sehr intensives Verhältnis zu meiner Mutter.

00:48:13: Die ist vor sechs Monaten gestorben fast hundertjährig und wir sind bis zu ihrem fünfundneunzigsten Lebensjahr immer noch zusammen in Urlaub gefahren.

00:48:23: Das war eine super coole Erlebniswelt für mich und für sie auch wahr.

00:48:33: Und dann ... eine Handvoll ganz, ganz enger Freunde die sehr lange und sehr eng bei mir standen und bis heute stehen.

00:48:44: Und die mir geholfen haben meine Entwicklung so gestalten zu können wie es dann am Ende geworden ist.

00:48:52: also Freundschaft spielen da auch eine wesentliche Rolle sind.

00:48:55: nicht so sehr viele Menschen aber diejenigen die ich über viele Jahre kennen das ist schon interessant sind überwiegend Menschen Jugend und dem frühen erwachsenen Leben mitgenommen habe in mein Leben, die dann eine besondere Bedeutung auch bekommen haben.

00:49:15: Und

00:49:16: aktuell, was würdest du sagen?

00:49:17: Welche Projekte liegen dir besonders am Herzen gerade jetzt ganz aktuell?

00:49:22: Wir haben jetzt ganz viel über die Vergangenheit gesprochen aber was treibt dich grade an?

00:49:27: Welcher Projekten liegen dir besonderes am Herze?

00:49:31: Die Veränderungen, die wir in den nächsten Jahren und Veränderungsoptionen sehen werden auch in der Herzkreislaufmedizin sind so herausragend.

00:49:47: Und im wahrsten Sinne des Wortes disruptiv und werden uns Möglichkeiten geben Gesundheit, um so vieles besser zu machen als in der Vergangenheit.

00:49:57: Dass ich da eine ganz große Entwicklungschance sehe.

00:50:02: Also Digitalisierung in der Medizin.

00:50:05: Die Implementierung künstlicher Intelligenz wird die Versorgungsgerechtigkeit und die Versorgenqualität überall nicht nur in Geografien, ausgebauten Gesundheitsfühlsorge-Netzwerke gibt, sondern auch bei uns besser machen und die Qualität der Gesundheitsfürsorge und Prävention nachhaltig verbessern stärken.

00:50:37: Das ist eines der großen Projekte, die ich auch noch für die nächsten Jahre mitnehme.

00:50:43: hier in Berlin baut wie ja die Digitale Modellklinik für Deutschland ein Stückchen weit.

00:50:48: Wir beschäftigen uns intensiv damit, welche Technologien implementiert werden können und sollten um die Qualität von Behandlungen zu verbessern.

00:51:01: Und gleichzeitig angenehmer für den Menschen zu machen und gleichzeitig auch die Kosten der Behandlung unter Kontrolle zu haben oder auch zu senken.

00:51:12: Ich habe jetzt eine Schnellfrage runter vorbereitet.

00:51:15: Großartig!

00:51:17: Du entscheidest einfach aus dem Bauch heraus?

00:51:19: Ja?

00:51:20: Kaffee oder Tee?

00:51:22: Kaffe.

00:51:24: Frühaufsteher- oder Nachtäule?

00:51:26: Beides.

00:51:28: Städtetrip oder Strandurlaub?

00:51:30: Städttrip.

00:51:32: Leipzig oder Berlin, das gibt ein bisschen Gemeine...

00:51:36: Leipzig.

00:51:37: Leibzig, Leip... New York

00:51:38: oder Berlin?

00:51:40: Jetzt hast du es gesagt!

00:51:41: New York und Berlin.

00:51:43: Leipsig ist the better Berlin.

00:51:45: Das Stückchen weit stimmt das.

00:51:47: New York or Berlin?

00:51:49: A New York.

00:51:50: New York ist die Stadt der Städte.

00:51:53: Konkretz oder Klinik?

00:51:58: Klinic, wenn ich mir eins aussuchen muss, wenn nicht beides haben kann.

00:52:04: Du kannst jetzt nicht bei jeder Frage immer beides sagen und das geht halt nicht

00:52:08: mehr.

00:52:08: Genau, genau sage ich also Klinique.

00:52:11: Buch- oder Podcast?

00:52:13: Podcast!

00:52:15: Meer oder Berge?

00:52:18: Mehr.

00:52:20: Joggen oder Spaziergang?

00:52:21: Jogging Wissenschaft oder Bauchgefühl?

00:52:24: Wissenschaft.

00:52:27: Und welches Buch liegt gerade auf deinem Nachttisch?

00:52:30: Oh, das ist eine interessante Frage!

00:52:32: Da liegt das Buch Himmelserden.

00:52:36: Das sind Roman und Erzählungen von Peter Berning, einem Autor der selber Mediziner ist – und da schließt sich unser Gesprächskreis ein Stück weit in die Arbeitsgruppe aus der ich Einleitend berichtet habe an der Uniklinik Münster ebenfalls beteiligt war.

00:52:57: Und Peter hat ... war immer schon so an der Nahtstelle zwischen der Medizin und Literatur.

00:53:05: Damals ein Studium mal für ein Jahr unterbrochen, um einen Roman in Italien zu schreiben, war dann ein Jahr in Italen – der Roman ist nur nicht fertig geworden!

00:53:14: Dann hat er sein Medizinstudium abgeschlossen.

00:53:17: Peter ist auch eine herausragende Persönlichkeit.

00:53:20: Person und Persönlichkeit sind dann nach Berlin gekommen und ich habe den nach vielen, vielen Jahren hier in Berlin wieder getroffen einigen Tagen eine WhatsApp geschickt und gesagt, dass man auf Gerd mein Buch ist fertig geworden.

00:53:36: Und das kannst du jetzt kaufen und auch lesen.

00:53:40: Da bin ich direkt losgegen, hat mir das besorgt Himmels Erden von Peter Berning.

00:53:46: Habs aber noch nicht gelesen?

00:53:49: Okay also es liegt noch da!

00:53:50: Ich frage dich dann das nächste Mal ob's immer noch da liegt oder ob du es gelesen hast.

00:53:54: Ja gerne, gerne.

00:53:57: Wenn wir beide in zwanzig Jahren noch einmal hier zusammensitzen, worauf möchtest du dann zurück pflegen und sagen ja genau dafür hat sich es gelohnt.

00:54:06: Darauf dass ich möglichst wenig Raum sehe für den Satz.

00:54:15: hätte ich nur so der Blick zurück mit einer gewissen Traurigkeit hätte ich dieses Bier nur getrunken wäre ich doch zu der Party gegangen, das bewegt mich also wirklich sehr.

00:54:32: Hätte ich Bereich den möchte ich so klein wie möglich halten.

00:54:35: wir alle machen da in unserer Entscheidungsfindung nicht immer alles.

00:54:38: richtig kann man auch gar nicht aber die großen Entscheidungen Die sind echt wichtig.

00:54:44: Damit einem das nicht passiert, muss man ins Risiko gehen und der Neugierde freien Lauf lassen.

00:54:51: Wenn ich in zwanzig Jahren zurückblicke, dann würde ich mir wünschen, dass ich zufrieden damit sein kann, dass es überwiegend ganz gut gelungen ist.

00:55:04: Das klingt gut finde ich!

00:55:06: Ja, danke dass du dich auf dieses Gespräch eingelassen hast.

00:55:09: Eingelassen sage ich deshalb weil du ja wirklich gar nicht wusstest was ich dich fragen werde.

00:55:14: Wenn du jetzt zurückblickst auf unser Gespräch Was denkst du?

00:55:18: welche Frage hätte ich unbedingt stellen sollen und habe sie nicht gestellt?

00:55:23: Ich finde wir haben über vieles gesprochen ganz ganz vieles gesprochen was mich persönlich auch in meiner Entwicklung sehr sehr bewegt hat.

00:55:33: Es gibt so ein Bereich, der sehr persönlich ist und der mich weil er mein Leben auch so sehr bewegt hat immer wieder beschäftigt.

00:55:46: Und das einfach die Vielfalt der Lebensaufstellung meiner Kinder.

00:55:51: Darüber können wir reden wenn wir uns Das nächste Mal hier oder an andere Stellen.

00:55:57: Genau,

00:55:57: auf alle Fälle!

00:55:58: Aber das ist noch ein ganz wichtiges und auch lebensprägendes Thema für mich.

00:56:05: Und vielleicht möchtest du ja zum Schluss noch den Zuhörern erläutern was sie jetzt in den nächsten Ausgaben deines Podcasts erwarten dürfen?

00:56:14: Es gibt ja zwei Strenge.

00:56:16: wir haben ja viele spannende Themen.

00:56:19: wie wird es ablaufen.

00:56:21: Also wir werden uns ja bei der nazistischen Fortbildungsveranstaltung aller Zeiten, Herz und Hendricks jetzt in den nächsten Wochen beim Auswärtsspiel in Leipzig.

00:56:34: Also Berlin Gores-Leipzig freue ich mich super drauf ein Stückchen weit mit Gerechtigkeit in der Gesundheit, der kardivaskulären Gesundheit beschäftigen.

00:56:45: Wir sprechen und reden über arm und reich, gesund und krank.

00:56:51: Und gibt es da Verbindungen?

00:56:53: Wie müssen wir mit diesem Komplex umgehen?

00:56:57: Wir werden uns dann in den nachfolgenden Ausgaben von Herz und Hinrichs immer wieder ein bisschen mit Gegensätzen beschäftigen.

00:57:07: Diese Gegensätze werden auch immer so ein Stückchen weit über den Tellerrand der Herzkreislaufmedizin hinausblicken.

00:57:18: Und darauf freue ich mich, das ist ja auch so ein Element bei Herz und Hendricks dass das erstens mir die Möglichkeit gibt auch persönliches beizutragen und mit den Menschen zu teilen und dass wir uns auch die Freiheit herausnehmen Dinge zu tun, die auch interessant sind wenn gleich sie keine direkte Beziehung zur Medizin haben.

00:57:40: Wir beschäftigen uns ja gelegentlich mal mit Literatur, wir beschäftigen us mit Kleinkunst... Mit Politik?

00:57:46: Weil ...mit Politik und auch mit Musik!

00:57:49: Und das werden wir in Zukunft auch tun.

00:57:52: Ich bin mir sicher dass wir weitere spannende Themen finden die wir im Rahmen dieses wirklich angenehmen Podcast-Formats gemeinsam erörtern, besprechen und genießen können.

00:58:07: Ja ich glaube auch wir werden interessante Gäste zu Gast haben und das mal ganz verständlich für Patientinnen und Patienten und dann eben auch mit wissenschaftlicher Tiefe und vielleicht auch mit rhythmologischem Fachwissen für unsere ärztlichen Kolleginnen und Kollegen.

00:58:22: also ich glaube dass kann ganz spannend werden.

00:58:26: Ich freue mich drauf!

00:58:28: Dann sagen wir jetzt Tschüss bis zur nächsten Folge.

00:58:30: Wir sagen den Zuschauern bleiben sie natürlich im Takt Und vielen Dank an dich, Gerd.

00:58:37: Ja Julia ich danke dir für das angenehme Gespräch!

00:58:40: Das hat mir wirklich Freude gemacht.

00:58:42: Bis zum nächsten Mal machts gut bleibt gesund tschüss.

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